Pre-Performance-Rituale funktionieren tatsächlich Wie Aberglaube Angst reduziert

F: Viele Menschen haben abergläubische „Rituale“, die sie durchführen, bevor sie etwas tun, um sich zu beruhigen oder es besser zu machen. Funktioniert das wirklich

A: Ja. Vom Küssen eines glücklichen Hasenfußes bis zum Hören eines Lieblings-Pump-Up-Songs wissen die Leute, was sie tun. Es wurde gezeigt, dass Rituale Angst reduzieren vor einer Aufführung.

EINFÜHRUNG



Rituale existieren in allen Religionen und im Laufe der Zeit.

Viele von ihnen werden als Bewältigungsstrategie eingesetzt, um Menschen bei bestimmten Aufgaben oder Leistungen zu helfen.

Zum Beispiel hat Beyonce vor jeder Show eine Reihe von Aktionen (von einer Hör-Wiedergabeliste über Gebete bis hin zu einer Reihe von Strecken und Meditationen).

Wade Boggs aß vor jedem Spiel Hühnchen und schrieb ein hebräisches Wort für „Leben“ im Dreck, bevor er zum Schlagen ging.

Sind diese Rituale nur verrückter Aberglaube oder ist hier noch etwas los?

Die Wissenschaft hat nicht viel darüber zu sagen, ob diese Rituale eine übernatürliche Kraft hervorrufen, aber könnten sie tatsächlich nur eine Möglichkeit für eine Person sein, sich vor einer Aufführung zu beruhigen und etwas Vertrautes zu tun?

Eine Gruppe von Forschern aus einer angesehenen Liste von Schulen (Harvard, UC-Berkeley, U von Chicago, Columbia und Wharton) führte eine Reihe von Experimenten durch, um die Verwendung und Wirksamkeit von Ritualen vor der Aufführung zu testen.

Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift veröffentlicht Organisationsverhalten und menschliche Entscheidungsprozesse im Jahr 2016.

Versuch 1

Zunächst wollten die Experimentatoren sehen, wie weit verbreitet diese Art von Ritualen sind.

Sie versammelten 400 Personen in einer Online-Umfrage, um Fragen zu ihren eigenen Leistungsritualen zu beantworten.

Die Menschen wurden gefragt, ob sie vor einer angstauslösenden Aufgabe jeweils ein Ritual durchgeführt hätten und was es sei.

ERGEBNISSE::

Fast die Hälfte (46,5%) gab an, vor einer Aufgabe ein Ritual durchgeführt zu haben.

Normalerweise ist das Ritual:

  • Wurde alleine durchgeführt
  • Wurde vorher durchgeführt (nicht vor Ort erfunden)
  • War irgendwie mit der anstehenden Aufgabe verbunden
  • Nur impliziert dass sich die Person beruhigen oder aufgeregt werden sollte (es war normalerweise keine Person, die sich nur etwas sagte)
  • War normalerweise nur ein Schritt (seltener mehrere Schritte)
  • War weltlich, nicht religiös
  • Enthält ein abergläubisches Element
  • Enthält keinen glücklichen oder besonderen Gegenstand
  • Beinhaltet sowohl geistige als auch körperliche Aktivitäten

Dies deutet darauf hin, dass die Hälfte aller Menschen Rituale vor der Aufführung durchführt! Aber arbeiten sie?

Versuch 2

Für die erste Gruppe von Experimenten (diese wurde einige Male schrittweise durchgeführt) haben die Forscher eine Gruppe von Teilnehmern dazu gebracht, vor einer Gruppe von Fremden 'Don't Stop Believin' von Journey zu singen.

  • Ja, dies ist eine aktuelle wissenschaftliche Studie.

Vor dem Singen wurden die Teilnehmer angewiesen, eine der folgenden Aktivitäten durchzuführen:

  • Ein Ritual („Bitte machen Sie das folgende Ritual: Zeichnen Sie ein Bild davon, wie Sie sich gerade fühlen. Streuen Sie Salz auf Ihre Zeichnung. Zählen Sie bis zu fünf laut. Zerknittern Sie Ihr Papier. Werfen Sie Ihr Papier in den Papierkorb.“)
  • Kein Ritual ('Bitte warten.')
  • Versuche dich zu beruhigen ('Gib dein Bestes, um dich zu beruhigen, bevor du singst.'

Die Emotionen, die Herzfrequenz und die musikalische Leistung der Teilnehmer (von den Richtern bewertet) wurden während der Studie erfasst.

ERGEBNISSE:

Wie haben die drei Arten der Vorbereitung geholfen?

Das Ritual machen hatte die folgenden Vorteile (im Gegensatz zu nichts zu tun oder zu versuchen, sich zu beruhigen):

  • Reduzierte Angst
  • Reduzierte Herzfrequenz
  • Verbesserte Leistung (wie von den Richtern bewertet)

Mithilfe einer statistischen Methode stellten die Forscher fest, dass die Auswirkung des Rituals auf die Leistung auf die Verringerung der Angst zurückzuführen ist.

Versuch 3

In diesem Experiment wollten die Forscher wissen, ob ein Ritual in einer anderen Situation hilfreich ist: Mathe.

Die Forscher wollten es auch wissen ob Rituale sowohl in Situationen mit hoher als auch mit niedriger Angst funktionieren.

Vierhundert Umfrageteilnehmer erhielten online mathematische Probleme, um zu sehen, wie sie abschnitten.

Einigen Teilnehmern wurde gesagt, dass die mathematischen Probleme „Spaß“ machten und sie pro korrekter Frage 0,50 USD erhalten würden. (NIEDRIGE ANGST)

Einigen Teilnehmern wurde gesagt, dass die mathematischen Probleme „schwierig“ seien, es ein 5-Sekunden-Limit gäbe, ihre Kollegen ihre Leistung bewerten würden und sie bei 4 USD beginnen und 0,50 USD pro falscher Antwort verlieren würden. (Hohe Angst)

Am Ende bekam jeder den gleichen Geldbetrag.

Es gab insgesamt 8 mathematische Probleme.

Vor den mathematischen Problemen wurde den Teilnehmern entweder gesagt, sie sollten ein Ritual durchführen (eine digitalisierte Version des Rituals in Experiment 1) oder „einige Minuten warten, bevor sie mit der Aufgabe beginnen“ (kein Ritual).

ERGEBNISSE:

Durch ein Ritual wurde die Leistung für die Mathematik-Teilnehmer mit hoher Angst verbessert, jedoch nicht im Zustand mit niedriger Angst.

Dies deutet darauf hin, dass Rituale hauptsächlich durch die Verringerung der Angst in Situationen mit hoher Angst funktionieren.

Wenn die Situation angstarm ist, tun Rituale nicht viel.

Versuch 4

Was ist der Unterschied zwischen „Ritualen“ und zufälligen Verhaltensweisen?

In den ersten Studien wurde das Ritual als „Ritual“ bezeichnet und beinhaltete Menschen, die ihre Gefühle ausdrücken.

Die Forscher wollten zwei neue Dinge ausprobieren:

  • Wie wäre es, wenn Menschen einfach Verhaltensweisen ausführen ODER die Verhaltensweisen ausführen und es als „Ritual“ bezeichnen?
  • Was ist, wenn es nichts mit Ausdruck oder Emotionen zu tun hat? Was ist, wenn es sich nur um ein zufälliges emotionsloses Verhalten handelt?

Um dies zu testen, ließen die Forscher 120 Teilnehmer eine mathematische Technik lernen und dann einen kurzen Test machen.

Die Teilnehmer wurden in eine von drei Gruppen eingeteilt:

  • Ritualgruppe
  • Zufällige Verhaltensgruppe
  • Warten

In der Ritualgruppe wurde den Teilnehmern gesagt, sie sollten „ein kurzes Ritual absolvieren“. In der Gruppe für zufälliges Verhalten wurde ihnen gesagt, dass sie „einige zufällige Verhaltensweisen vervollständigen“ sollen.

In beiden Gruppen waren die Verhaltensweisen gleich: Zählen Sie von 0 bis 10, schreiben Sie diese Zahlen auf ein Stück Papier, gießen Sie Salz auf das Papier, zerknittern Sie es und werfen Sie es weg.

Der einzige Unterschied bestand darin, ob es sich um ein „Ritual“ oder ein „zufälliges Verhalten“ handelte.

Dann wurde ihre Leistung beim Mathe-Test gemessen.

ERGEBNISSE:

Als das Verhalten als „Ritual“ bezeichnet wurde, verbesserte sich die Mathematikleistung!

Wenn es als „zufälliges Verhalten“ bezeichnet wurde oder wenn die Teilnehmer nur warteten, war die Leistung geringer.

Dies deutet darauf hin, dass nicht irgendein altes Verhalten ausreicht - es muss ein „Ritual“ sein!

Die Forscher wiederholten diese Studie, um festzustellen, ob Rituale die Angst verbessern, weil sie einer Person helfen, sich besser unter Kontrolle zu fühlen.

Sie fanden heraus, dass die Bezeichnung 'Ritual' das subjektive Kontrollgefühl der Menschen nicht steigerte, aber die Angst verringerte.

FAZIT

Vielleicht gibt es doch etwas zu Ritualen vor der Aufführung!

Folgendes haben wir gelernt:

Rituale reduzieren Angstzustände und Herzfrequenz.

Rituale steigern die Leistung.

Rituale funktionieren nur in Situationen mit hoher Angst (sie verbessern die Leistung in Situationen mit niedriger Angst nicht).

Rituale müssen als 'Rituale' bezeichnet oder gedacht werden (sie sind nicht nur eine zufällige Reihe von Verhaltensweisen).

Wie die Forscher (und Journey) sagten: 'Hör nicht auf zu glauben!' Rituale funktionieren!

Referenz

Brooks, A. W., Schroeder, J., Risen, J. L., Gino, F., Galinsky, A. D., Norton, M. I., & Schweitzer, M. E. (2016). Hören Sie nicht auf zu glauben: Rituale verbessern die Leistung, indem sie die Angst verringern. Organisationsverhalten und menschliche Entscheidungsprozesse, 137, 71-85. Verknüpfung: http://faculty.haas.berkeley.edu/jschroeder/Publications/Rituals%20OBHDP.pdf